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Forschungsprojekt „Soziales Entschädigungsrecht im krisenresilienten Sozialstaat“

Das Forschungsprojekt widmet sich unter der Leitung von Professor Stephan Rixen zentralen Zukunftsherausforderungen des Sozialen Entschädigungsrechts, darunter Großkrisen, psychische Erkrankungen und sexualisierte Gewalt. Die Bewältigung dieser Herausforderungen durch das am 1. Januar 2024 in Kraft getretene Sozialgesetzbuch Vierzehntes Buch (SGB XIV) ist ein Gradmesser dafür, wie gut es dem Sozialstaat gelingt, resilient – also situationsadäquat und verlässlich – auf Krisen und Großschadenslagen zu reagieren.

Ein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Frage, wie sich mithilfe des Sozialen Entschädigungsrechts in Großkrisen effektiv und zügig Hilfe für die Betroffenen organisieren lässt. Um eine verfassungskonforme Kooperation von Bund und Ländern zu gewährleisten, entwickeln die Projektmitarbeiter:innen unter Rückgriff auf Regelungsansätze und Erfahrungen aus dem Ausland ein praxistaugliches „Preparedness“-Konzept. Dieses benennt institutionelle Strukturen und rechtliche Gestaltungsoptionen, die eine verlässliche administrative Bewältigung solcher Lagen ermöglichen.

Das Projekt untersucht außerdem psychische Schädigungen, die oftmals das Resultat von Großschadenslagen oder sexualisierter Gewalt sind und neben physische Folgen treten. Durch einen interdisziplinären Ansatz – insbesondere unter Einbeziehung medizinischer und psychologischer Erkenntnisse – sollen psychische Erkrankungen und ihre Folgen besser verstanden, angemessen juristisch erfasst und systematisch in das Soziale Entschädigungsrecht eingeordnet werden. Dazu gehört auch die präzisierende Analyse und Weiterentwicklung der einschlägigen Rechtsbegriffe und Beweismaßstäbe.

In Ergänzung zur individuellen Forschungsarbeit der Projektmitarbeiter:innen bilden Expert:innen-Interviews, Workshops mit Rechtsanwender:innen und fächerübergreifend angelegte Tagungen den Rahmen für Austausch und Erkenntnisgewinn zu diesen und weiteren Zukunftsherausforderungen des Sozialen Entschädigungsrechts.

Das Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert.

Mehr zu Neuigkeiten und Veranstaltungen des Projekts.

Weitere Informationen zu den Mitarbeiter:innen des Projekts sowie Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier

Im Übrigen können Sie gerne über die E-Mail-Adresse ser-sozial(at)uni-koeln(dot)de Kontakt zu uns aufnehmen.


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